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finden Sie nützliche Informationen zur Planung/Einrichtung des notwendigen Lebensraumes Ihres Tieres.
Tiersteckbriefe Terraristik
 

Paludarien: Wanderer zwischen den Welten
Quelle: zooundco24.de

In der Natur sind Lebensräume mit fließenden Übergängen zwischen Land und Wasser häufig anzutreffen ...

Die Gezeitenzonen, das Wattenmeer oder die Mangrovenwälder sind nur drei Beispiele von vielen. Es liegt ein besonderer Reiz darin, die Natur hier zu kopieren. Aber eines sei gleich schon gesagt: Ein Paludarium, so nennt man das "Mittelding" zwischen Aquarium und Terrarium, kann süchtig machen.

Ist es ein Aquarium mit Landteil oder ein Terrarium mit Wasserteil? Der Name Paludarium, der sich vom lateinischen Wort "palus" (Sumpf) ableitet, hilft auch nicht wirklich weiter, denn einen Sumpf bildet ein Paludarium nicht nach. Ganz sicher aber ist ein Paludarium ein vollständigerer Lebensraum als ein bloßes Aquarium oder Terrarium, denn Wasserpflanzen können sich – wie in der Natur – auch über Wasser entfalten und blühen. In der Natur wachsen die meisten unserer Aquarienpflanzen wie Echinodorusarten oder Anubias nicht als reine Unterwasserform, sondern im Ufer- oder Spritzwasserbereich und müssen im Laufe des Jahres bei wechselnden Wasserständen sowohl über als auch unter Wasser funktionieren. In einem Paludarium können beide Arten so gepflegt werden.

Paludarium – Vorteile pur
Ein Paludarium ist faszinierend: Pflanzen zeigen ihre gesamte Schönheit in den Elementen Luft und Wasser. Auch die Fische fühlen sich sehr wohl, denn die Pflanzen und Pflanzenwurzeln bieten Schutz und Sicherheit wie in einem echten Uferbereich. Die Wasserqualität in einem Paludarium ist meistens viel besser als in einem Aquarium, da die Wurzeln der Pflanzen aus dem Landteil häufig direkt in den Wasserteil wachsen und dem System eine Menge an Schadstoffen entziehen.

Kein Zauber: die Technik
Ein Paludarium von der Stange gibt es nicht. Hier kann aber gut auf Terrarienkombinationen zurückgegriffen werden. Sie sollten aber in Ihrem ZOO & Co. Fachmarkt direkt sagen, dass Sie die Kombi als Paludarium einsetzen wollen. So wird der Wasserteil direkt als Aquarium eingeplant. Die Filterung des Wassers übernimmt ein herkömmlicher Aquarien-Außenfilter. Da Schläuche bei einem Paludarium nur schwer zu verbergen sind, ist eine PVCVerrohrung des Aquariums am sinnvollsten. Ein großzügig dimensionierter Innenfilter ist aber für die Filterung des Wassers ebenfalls geeignet, da die Pflanzen im Uferbereich in vielen Paludarien deutlich zur Wasserreinigung bei tragen. Als Beleuchtung kommen T5-Röhren mit Reflektoren zum Einsatz, denn eine HQI-Beleuchtung würde im Landteil zu viel Hitze entwickeln und die Pflanzen in den oberen Bereichen verdorren lassen.


Landschaftsarchitektur mit Spaßfaktor

Der Landteil eines Paludariums kann entweder auf eine eingeklebte Glaskonstruktion gesetzt werden, als Rückwand ausgebildet oder aber mit Mangrovenwurzeln aufgebaut werden. Wer gerne einen Bachlauf durch den Hintergrund fließen lassen möchte, ist sicherlich mit dem Einbau einer kompletten hinteren Verkleidung am besten bedient. Hier kann dann der Bachlauf schon vormoduliert werden. Bodengrund in Form von Blumenerde funktioniert in einem Paludarium nicht gut, denn die ausgewaschenen Nährstoffe könnten zu Algenwachstum führen.

Der Schützenfisch ist für große Paludarien oder oben offene Aquarien ein idealer Besatz. Seiner Jagd strategie verdankt er den Namen: Er schießt einen Wasserstrahl auf Insekten, die auf Zweigen und Blättern über ihm sitzen. Im Paludarium lässt sich das mit Heimchen oder Grillen gut beobachten.

Farne & Orchideen
Für den Landteil eignen sich neben verschiedenen Farnen wie dem Nestfarn das Speerblatt (Spatiphyllum wallisii) oder der Kletter-Ficus (Ficus pumilla) hervorragend. Letzterer kann unter guten Bedingungen zu einer Plage werden – er wächst sehr gut. Orchideenliebhaber aufgepasst: Ein Paludarium bietet den meis ten tropischen Orchideen ideale Lebensbedingungen. Setzt man jetzt auch noch Technik aus dem Terraristikbereich wie z. B. eine Beregnungsanlage ein, ist das tropische Gewächshaus komplett. (C. Homrighausen, freunde 4/10)

 
         

Die Bonsai-Bartagame
Quelle: zooundco24.de

Bartagamen gehören zu den interessantesten und beliebtesten Terrarientieren überhaupt. Sie sind gut zu halten, einfach zu ernähren, werden zahm und haben praktisch nur einen Nachteil: Mit 60 cm Länge inkl. Schwanz bleiben sie nicht gerade klein ...

Wer eine Gruppe Bartagamen artgerecht halten möchte, benötigt daher ein großes Terrarium mit mindestens 180 cm Kantenlänge. Wie schön wäre es, wenn es ein kleineres Tier mit ähnlichem Aussehen und den tollen Eigenschaften der großen Bartagame gäbe.

Diesen Wunsch erfüllt uns die im Handel relativ selten anzutreffende Zwergbartagame. Die kleinen Neffen und Nichten der großen Bartagame werden mit nur 30 cm Gesamtlänge gerade einmal halb so groß und auch das Terrarium kann mit 120 cm Kantenlänge deutlich kleiner ausfallen. Ansonsten hat die Zwergbartagame die gleichen Ansprüche: Die Tagestemperatur sollte um 28 °C liegen und einzelne Bereiche dürfen mit Spotstrahlern auf 40 °C aufgeheizt werden. Hier sonnen sich die Agamen und bringen ihren Stoffwechsel auf Betriebstemperatur. Wichtig für das Wohlbefinden der Zwergbartagame ist eine Nachtabsenkung der Temperatur, die einfach dadurch erreicht werden kann, dass das Licht abgeschaltet wird und nachts keine weiteren Heizelemente laufen. Als tagaktive Bewohner heller und heißer Landstriche sind die Zwergbartagamen auf eine sehr gute UV-Licht-Quelle angewiesen. Nur dadurch ist gewährleistet, dass der Stoffwechsel richtig funktioniert und es nicht zu einem Vitamin-D3-Mangel und Knochenschäden kommt.

Eine seltene direkte Gegenüberstellung von Zwerg- und normaler Bartagame. Das obere Tier ist die Zwergbartagame und man kann deutlich sehen, dass der Kopf kürzer und gedrungener ist. Auch der namensgebende Bart ist bei Zwergbartagamen kleiner und sie wirken insgesamt nicht so stachelig.


Ein dekoriertes Terrarium für Zwergbartagamen sieht klasse aus: Als Bodengrund eignet sich lehmhaltiger Sand, zu dessen heller Farbe Versteck- und Dekorationsmöglichkeiten wie Kork, Palmenstämme, Wurzeln und Äste hervorragend passen. Wichtig ist, dass eine Stelle im Bodengrund unter einer Höhle immer leicht feucht gehalten wird. Hier kühlen sich die Tiere ab und auch die Häutung wird durch das feuchte Klima an dieser Stelle verbessert. Eine kleine Gruppe aus einem Männchen und zwei bis drei Weibchen fühlt sich in einem 120 cm großen Terrarium wohl und direkt nach der zweimonatigen Winterruhe kann es zu Paarungen und danach zu mehreren Gelegen pro Weibchen kommen. Bei der Ernährung sind die kleinen Agamen keine Kostverächter und fressen sowohl tierische Nahrung wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken, aber auch pfl anzliche Nahrung wie Salat und Löwenzahn. Zwergbartagamen werden ca. 7 Jahre alt, erkennen ihre Bezugspersonen und werden regelrecht zahm.

Wo Zwergbartagamen sind, ist immer was los. Da wird durch Nicken mit dem Kopf und Abspreizen des Bartes gedroht, den Damen werden schöne Augen gemacht oder durch Armwinken eindeutige Signale gegeben. Was außerhalb des Terrariums vor sich geht, interessiert die Tiere brennend, denn schließlich könnte sich ja ein leckeres Salatblatt oder ein Lebendfutter-Snack nähern.

Zwergbartagamen sind Allesfresser, wobei sie als Jungtiere und Halbwüchsige deutlich mehr tierische Nahrung zu sich nehmen. Wer glaubt, Grillen und Heuschrecken seien schnell, der sollte einmal Zwergbartagamen bei der Jagd beobachten.

Gut zu wissen

Die australischen Wüstenechsen kommen in den trockenen Gebieten Australiens vor. Von den insgesamt 8 Bartagamenarten (Gattung Pogona) sind in Australien alle komplett geschützt. In Deutschland sind nur Nachzuchten von 2 Arten im Handel: die Bartagame (P. vitticeps) und die Zwergbartagame (P. henry-lawsoni), die nach dem australischen Outback-Poeten Henry Lawson benannt wurde. Lawson (1867 – 1922) war Dichter, Goldsucher und gleichzeitig eine der bekanntesten Persönlichkeiten Australiens.


Der Lebensraum der Zwergbartagame in Queensland ist relativ fruchtbar und somit durch Ackerbau in Gefahr.
 
         
 

Das Wüsten- und Schildkrötenterrarium
Quelle: zooundco24.de

Wüstenterrarien sind optimal für Einsteiger, da der Pflegeaufwand deutlich niedriger als bei anderen Terrarientypen ist und es in der Regel auch einfacher ist, für die Bewohner die richtigen Bedingungen zu schaffen. Viele Wüstenbewohner sind sehr robuste Pfleglinge, die auch mal mehrere Wochen ohne Futter und Wasser auskommen.

Vielen Menschen fällt beim Terrarium sofort diese Klimazone ein. Das ist auch nicht verwunderlich, denn viele Reptilien sind ausgezeichnet an diesen Lebensraum angepasst. Ein Wüstenterrarium sollte in der Regel mehr Grundfläche als Höhe besitzen. Die Tagestemperaturen sind hoch: 30 ºC aufwärts und auf durch Strahler angeleuchteten »Wärmeinseln« sogar bis zu 50 ºC. Nachts kann die Temperatur bis auf Zimmertemperatur absinken. Tagsüber herrscht eine geringe Luftfeuchtigkeit, die nachts aber deutlich ansteigt. Sprühen ist je nach gepflegter Art täglich bis einmal wöchentlich erforderlich. Besonders wichtig ist die Beleuchtung. Die meisten Arten für Wüstenterrarien benötigen eine hohe Lichtintensität und UV-Strahlung. Damit die Tiere sich auf ihre Vorzugstemperatur bringen können, sind Wärmeinseln nötig, die man mit Spotstrahlern schaffen kann.

  Wüstenterrarien sind optimal für Einsteiger, da der Pflegeaufwand deutlich niedriger als bei anderen Terrarientypen ist und es in der Regel auch einfacher ist, für die Bewohner die richtigen Bedingungen zu schaffen. Viele Wüstenbewohner sind sehr robuste Pfleglinge, die auch mal mehrere Wochen ohne Futter und Wasser auskommen.

Landschildkröten sind jedermanns Lieblinge. Wenn sie noch klein sind, können sie gut in mittelgroßen Terrarien oder auch Aquarien gepflegt werden. Doch was tut man, wenn die kleinen mal groß sind? Ein Terrarium wird da schnell zu eng für die Tiere, die sehr aktiv sind und 30 cm und größer werden. Während sich für europäische Arten eine dauerhafte Freilandhaltung anbietet, ist das deutsche Klima für die meisten tropischen und subtropischen Arten dauerhaft zu kalt. Neben Großraumterrarien empfehlen sich für diese Arten vor allem Gewächshäuser mit Zugang in ein Freigehege an warmen Tagen. Landschildkröten benötigen eine hohe Lichtintensität sowie UV- und Wärmestrahlung. Für die Terrarienhaltung gibt es geeignete Lampen, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Draußen stillt die natürliche Sonne diese Bedürfnisse, was den Tieren sichtlich gut bekommt. Generell ist auch bei der Freilandhaltung wichtig, dass sonnige Plätze, aber auch Schatten und ein trockener Unterschlupf vorhanden sind.
 
         
 

Terrarien für Chamäleons
Quelle: zooundco24.de

Chamäleons trinken selten oder gar nicht stehendes Wasser (aus Wassernäpfen) und mögen es auch nicht, wenn sie mit Wasser angesprüht werden. Um die Tiere mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen, empfehlen sich Tropftränken mit denen man z.B. Tauund Regentropfen simulieren kann, die von den Tieren aufgeleckt werden.
Besonders wichtig ist ein ständiger Luftaustausch, weswegen Terrarien für Chamäleons besonders große Lüftungsflächen haben sollten. Mittlerweile gibt es auch »Netzterrarien«, deren Seiten aus Gaze oder Nylonnetzen bestehen. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Chamäleonhaltung ist die Temperatur. Viele Arten kommen aus dem Hochland, wo die Temperaturen zwar tagsüber durchaus Werte bis zu 30 °C erreichen können, nachts aber auf Werte von 15 °C und sogar darunter fallen. Da eine solche Absenkung gerade im Sommer unter normalen Umständen nicht zu bewerkstelligen ist, sollte man sich besser an Arten aus dem Tiefland halten, die mit normalen Zimmertemperaturen nachts zurechtkommen. Ein Chamäleonterrarium sollte möglichst hoch sein und ausreichend Äste in unterschiedlichen Stärken zum Klettern und natürliche oder künstliche Pflanzen als Versteck und Sichtschutz bieten. Gut geeignet zur Bepflanzung ist Ficus Benjamini.

 
Spezial Terrarien für Spinnen und Skorpione
Verwenden Sie Pinzetten zum sicheren Hantieren mit Vogelspinnen und Skorpionen.

Die meisten Spinnen, Skorpione und Insekten sind sehr genügsame Tiere und begnügen sich mit kleinen Terrarien. Oftmals reichen Terrarien mit ca. 30 x 30 x 30 cm für eine artgerechte Dauerhaltung. In diesen Terrarien lassen sich die notwendigen Bedingungen gut nachbilden und die Bedürfnisse der Tiere befriedigen. Die Beleuchtung ist dabei eher nebensächlich, da die Tiere hier keine besonderen Ansprüche stellen. Wichtig ist dabei aber, dass die Terrarien nicht zu warm werden, man sollte entsprechend Tageslicht ähnliche Leuchtstoffröhren oder schwache Glühbirnen auswählen. Reicht die Temperatur nicht aus, kann man kleine Heizmatten von außen an die Rückseite kleben. Als Bodengrund eignet sich für Bewohner aus trockenen Regionen vor allem Wüstensand und für feuchtere Bedingungen Terrarienhumus. Die meisten Wirbellosen sind Einzelgänger und eine Gruppenhaltung kommt nicht in Frage.
 
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