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Tiersteckbriefe Aquaristik
 

Algen im Süßwasseraquarium
Quelle: zooundco24.de

Algen sind ein überaus wichtiger Teil der Biologie in unseren Aquarien und sorgen dafür, dass Nahrungs- und Stoffkreisläufe gut funktionieren ..

Trotzdem ist ein übermäßiges Algenwachstum unschön und der häufigste Grund, warum mit dem Hobby Aquaristik aufgehört wird.

Was sind Algen?


Algen waren die ersten Organismen auf unserem Planeten, die aus Sonnenlicht Energie gewinnen konnten. Diesen Blaualgen haben wir zu verdanken, dass wir überhaupt eine Sauerstoffatmosphäre besitzen. Im Laufe der Evolution haben sich Algen in hundertausende Arten aufgegliedert und sind heute immer noch für die Produktion von 40 % des Sauerstoffs verantwortlich. Interessanterweise ist das Chlorophyll in den höheren Pflanzen auf die Einwanderung bzw. Umwandlung von Blaualgen zurückzuführen, sodass wir das Leben, wie wir es heute kennen, fast ausschließlich den Algen zu verdanken haben.

Der Wert der Algen in biologischen Systemen


Algen binden Nährstoffe, sind eine wichtige Nahrungsgrundlage und produzieren durch die Photosynthese Sauerstoff. In jedem Ökosystem sind sie vertreten und haben wichtige biologische Aufgaben. In unseren Aquarien stehen Algen in direkter Konkurrenz zu den gepflegten Wasserpflanzen, ein Wettbewerb, den man auch in der Natur beobachten kann. In nährstoffreichen Sickerquellen ohne viel Sauerstoff und mit viel Kohlendioxid wachsen Wasserpflanzen sehr gut. In Bereichen, in denen durch zu hohe Sauerstoffgehalte Spurenelemente ausgefällt wurden und der Kohlendioxidgehalt niedrig ist, wachsen Algen besser als Wasserpflanzen.

Was hilft wirklich? 5 Antworten

Die Antwort fällt ganz leicht, wenn man sich die Verhältnisse in der Natur anschaut. Ein niedriges Schadstoffniveau, gutes Pflanzenwachstum und ein kontrollierter Fischbesatz machen den Pflanzen das Leben leicht und den Algen schwer.

1. Pflanzendüngung


Konkurrenz durch gut wachsende Wasserpflanzen ist das beste, einfachste und von der Optik her auch schönste Mittel gegen Algen. An erster Stelle ist hier eine ausreichende Düngung durch Kohlenstoff zu nennen. Eine CO2-Anlage sorgt dafür, dass Pflanzen wachsen und Nährstoffe verbrauchen, die sonst den Algen zur Verfügung stehen würden. Auch eine richtige Pflanzendüngung mit Spurenelementen und Nährstoffen, die der Lichtmenge angepasst sein sollte, hilft Wasserpflanzen und reduziert so Algen. Licht, Düngung und die gepflegten Arten müssen zusammenpassen. Wenn viel Licht, langsam wachsende Pflanzen und viele Nährstoffe zusammenkommen, sind Algen immer im Vorteil.

 
2. Wasserpflege

Regelmäßige Wasserwechsel von 20 % des Volumens alle 14 Tage sind ein wichtiger Baustein in der Algenprophylaxe. Schadstoffe werden verdünnt und gleichzeitig werden frische Spurenelemente mit dem Wasser zugeführt.

3. Nährstoffbindung

Die Reduktion von Nährstoffen wie Phosphat und Nitrat ist ebenfalls ein gutes Mittel gegen Algen. Teures Fischfutter hat seinen Sinn, denn hochwertiges Futter wird besser verdaut und weniger Ausscheidungen belasten das Wasser. Man kann sein Aquarium algenfreundlich oder algenfeindlich füttern! Auch Filtermedien, die Stickstoff und Phosphat absorbieren, sind geeignet, Algenwachstum zu reduzieren. Aber besser ist es, das Pflanzenwachstum anzukurbeln. Die beste Algenvorbeugung: ein reduzierter Fischbesatz und damit weniger Futter. Anti-Algen-Präparate sind nur als letztes Mittel zu empfehlen, denn sie schaden nicht nur den Algen, sondern fast immer auch den Wasserpflanzen.

4. Richtig beleuchten

Länger als 10 Stunden sollte die Beleuchtung nicht brennen, da bei längeren Bestrahlungseinheiten die Photosynthesesysteme der Wasserpflanzen abschalten oder sogar Schaden nehmen. Eine Mittagspause von 3 Stunden macht Sinn, da es den Pflanzen hilft, ihren Photosyntheseapparat wieder zu regenerieren. Leuchtmittel, die älter als 1 Jahr sind, sollten ausgetauscht werden. Bitte wechseln Sie bei zweiflammigen Beleuchtungen die Röhren mit einigen Wochen Abstand, damit die Wasserpflanzen sich besser anpassen können.

5. Fraßfeinde

Schnecken, viele Garnelen, aber auch einige Fische haben Algen zum Fressen gerne. Empfehlenswert sind die Siamesische Rüsselbarbe oder die Amano- Garnele. Garnelen fressen junge Algen auf Blättern und Dekoration. Zur Scheibenreinigung sind Raspeltechniken gefragt, wie sie z. B. der Pitbull-Otocinclus, der Panda-Algenfresser oder Zebra-Rennschnecken aufweisen.

 
         

Aquascaping: Grüner Daumen unter Wasser
Quelle: zooundco24.de

Angefangen hat alles 1994, als das erste Buch des Japaners Takashi Amano in deutscher Sprache erschien. In dem edlen schwarzen Werk mit dem Titel „Pflanzenparadiese unter Wasser“ waren Aquarienlandschaften abgebildet, die man in Europa so noch nicht gesehen hatte. Die Begeisterung mischte sich mit ungläubigem Staunen und bereits nach wenigen Jahren hatten die Naturaquarien einen großen Freundeskreis gefunden ...

Das leider vergriffene und mittlerweile zu Liebhaberpreisen gehandelte Buch war zuerst umstritten: „Das geht doch gar nicht, die Aquarien sehen doch nur für das Foto so aus, die funktionieren nie.“ Das waren die ersten ungläubigen Kommentare zu den einmaligen Layouts und Fotos von Takashi Amano. Wie ein Zen-Gärtner hat er seine Aquarien eingerichtet: Die klaren Formen, Farben und die Perfektion, die er bei den Aquarienlayouts an den Tag legt, ziehen nicht nur Aquarianer in ihren Bann. Aber Aquascaping funktioniert wirklich, wenn man sich an gewisse Regeln hält und sich mit der Materie beschäftigt.

Beim Layout fängt alles an

Häufig asymmetrisch aufgebaut, ziehen Steine und Wurzeln das Auge des Betrachters an. Pflanzen, die solche Elemente umgeben, verwandeln auch kleine Aquarien in Landschaften, die viel größer aussehen, als sie tatsächlich sind. Weniger ist hier mehr und es ist verblüffend, wie mit nur wenigen Wasserpflanzenarten und puristischer Dekoration aus Steinen oder Wurzeln Aquarien entstehen, die faszinieren und funktionieren.

Fische sind nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern durch ihren Stoffwechsel wichtige Stickstofflieferanten für die Wasserpflanzen. Generell sind Naturaquarien eher pflanzenlastig und man beschränkt sich auf wenige und kleiner bleibende Arten. Garnelen werden gerne in Naturaquarien gepflegt und die ersten faszinierenden Bilder von den Naturaquarien Takashi Amanos haben wohl den Garnelenboom begründet, denn in wirklich jedem Aquarium waren die Amano-Garnelen als Algenfresser zu finden.

 


Die richtige Ausrüstung für ein Aquascaping-Aquarium

Alles, was ein Pflanzenaquarium funktionieren lässt, ist gut für das Aquascaping: ausreichend Licht, Nährboden unter dem Kies, ein Bodenfluter, Mikro- und Makronährstoffe und natürlich eine CO2-Düngung für den wichtigsten Pflanzennährstoff Kohlendioxid. Das Licht ist der Motor des Pflanzenaquariums und 0,5 Watt pro Liter Aquarieninhalt sind bei Aquascaping-Aquarien eher die mittlere Leistung.

Einige Aquascaper verwenden sogar noch stärkere Beleuchtungen, wobei allerdings mehr Licht immer auch mehr Nährstoffverbrauch der Wasserpflanzen bedeutet. Starklichtaquarien verbrauchen so viele Nährstoffe, dass sogar Phosphor (P), Stickstoff (N) und Kalium (K) als NPK-Tagesdünger zugegeben werden müssen, damit keine Mangelerscheinungen bei den Pflanzen auftreten.


Das Einrichten
Typisch für einen Aquascaper ist das trockene Einrichten ohne Wasser. Das hört sich bei einem Aquarium komisch an, ist aber besser für die filigrane Arbeit. Das Werkzeug sieht aus wie ein kleines Operationsbesteck: Ein Kombispatel (groß und klein) modelliert den Boden und hilft die Steine oder Wurzeln richtig in das Grundlayout einzubinden. Viele Naturaquarien sind übrigens nicht flach aufgebaut, sondern haben erhöhte Bereiche, die mit Steinen terrassenförmig angelegt werden.

Eine lange Pinzette hilft, die kleinen Vordergrundpflanzen richtig zu setzen, ohne den Boden aufzuwühlen. Ein wichtiges Utensil beim trockenen Einrichten ist die Sprühflasche, die die zarten Pflanzen mit Feuchtigkeit benetzt und vor dem Austrocknen schützt. Das Trimmen der schon bald gut wachsenden Pflanzen übernimmt die lange Schere, deren Spitze leicht gebogen sein sollte.

 
         
 

Garnelen: Ihre bizarre Gestalt fasziniert
Quelle: zooundco24.de

Die bizarre Gestalt und geringe Größe der Wirbellosen wie Garnele, Krabbe und Schnecke faszinieren und machen sie teils sehr pflegeleicht. Und doch scheint die breite Öffentlichkeit – und hier vor allem designorientierte Tierfreunde – erst jetzt auf diese interessanten Aquariumbewohner aufmerksam zu werden …

Beim Fachhandel findet der Einsteiger ins Hobby Nano-Aquaristik neben einer großen Auswahl an Zubehör vor allem Fachberatung. Und die ist gerade am Anfang wichtig: Auch die Mini-Aquarien sind nur dann problemlos, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Dazu kommt, dass viele Garnelen, Krabben und Schneckenarten selbst der Wissenschaft noch unbekannt sind. Außer Artnamen fehlte daher bis vor Kurzem noch grundlegendes Wissen über ihre Pflegebedingungen.

Zwerggarnelen: Besatz, Standort, Dekoration
Bei der passenden Zusammenstellung des Traum- Nanobeckens hilft der Fachhandel. Denn nicht alle Zwerggarnelen sind bedenkenlos empfehlenswert, da sie sich z. B. zu schnell vermehren, was zu einem Überbesatz führen kann. Der Standort des Mini- Aquariums sollte mit Bedacht gewählt werden, damit z. B. eine zu starke Sonneneinstrahlung nicht zu Überhitzungen und unerwünschtem Algenwuchs führt. Schließlich ändert sich die Temperatur einer kleinen Wassermenge schneller als die einer großen.

Ebenfalls wichtig ist die Dekoration des Beckens: In einem kleinen Aquarium mit einem Wasservolumen von 10 – 20 Litern sollte nur unbedenkliches und natürliches Dekomaterial verwendet werden. Künstlich Eingefärbtes könnte Schadstoffe abgeben, die den Bewohnern der Miniwelt schaden könnten. Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Der Fachhandel bietet eine Fülle unterschiedlicher Moospaletten, Steine, Wurzeln etc. an, die auf eine schöne und interessante Einrichtung der Nanobecken abzielen. Es gibt etwa Moose und Farne, die man schon auf Steinen oder Wurzeln festgebunden kaufen kann. Interessant sind auch Moosbälle, klein bleibende Anubias, kleine Wasserschläuche oder das gewellt blättrige Laichkraut. Schnellwüchsige und große Pflanzen sind für kleine Aquarien nicht geeignet.

 
Garnelen – Stars der Nanoaquaristik


Anders als Fische brauchen Garnelen meistens nur wenig Schwimmraum und haben einen wesentlich langsameren Stoffwechsel. Daher sind sie optimal für das Nanoprojekt geeignet. Viele Garnelenarten sind exzellente Algenvertilger und können so manches Aquarium vor dieser Plage bewahren. Doch im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung können sie keine langen Haar- oder Pinselalgen bewältigen, die bereits zur Plage geworden sind. Sie arbeiten präventiv, indem sie Oberflächenalgen abweiden.

Garnelen sind Allesfresser. Ihr Speiseplan enthält Flockenfutter, Futtertabletten und Planktonfutter sowie jede Art von tiefgekühltem Futter wie z. B. rote Mückenlarven oder Artemia. Alle Arten fressen aber auch Algen, Zooplankton, Detritus und Aufschwemmungen größeren Futters. Täglich können sie viel Futter bewältigen und hungrig sind sie zu jeder Zeit. Daher sollten sie ausreichend gefüttert werden.

Um zu wachsen, muss sich eine Garnele in regelmäßigen Abständen häuten. Dazu platzt der alte Panzer zwischen Vorderleib und Bauch auf und die Garnele befreit sich daraus durch heftige Bewegungen. Da der Körper zu dieser Zeit sehr weich und somit äußerst verwundbar ist, sucht die Garnele ein Versteck auf, um sich vor ihren Fressfeinden in Sicherheit zu bringen. Nach kurzer Zeit ist der neue Panzer ausgehärtet und die Garnele kann ihr normales Leben wiederaufnehmen.

Süßwassergarnelen gehören zu den Decapoden Crustaceen, also zu den zehnfüßigen Krebstieren, zu denen auch die Krebse und Krabben im Süß- wie im Salzwasser zählen.
 
         
 

Werbung, die anmacht – Balz unter Wasser
Quelle: zooundco24.de

Die Südamerikaner werden ihrem Ruf als leidenschaftliche Liebhaber auch in der Fischwelt gerecht: Guppy-Männchen z. B. zeigen bei der Balz heißes Temperament und große Hartnäckigkeit – nicht immer zur Freude der meist angenervten Weibchen. Dafür kommt der Zuschauer vor dem Aquarium in den Genuss ganz besonderer Flirt-Techniken …
„Unter Wasser verleihen vor allem die Männchen ihren Gefühlen starken Ausdruck“, erklärt Dr. Jörg Vierke, Biologe und Fachautor, auf seiner Internetseite www.fischverhalten.de. „Ein schönes Beispiel sind lebendgebärende Fische wie Guppys: Sind die kleinen Fische paarungsbereit, folgt das Männchen seiner Auserwählten, überholt sie gelegentlich in schnellem Spurt und stellt sich ihr mit noch angelegten Flossen in den Weg.“ Das Weibchen ist von solchen Manövern meist wenig beeindruckt und zeigt dem Werber die kalte Schulter. Der legt sich jetzt noch mehr ins Zeug und fährt alle Geschütze auf: Mit voll entfalteten Flossen stellt er sich ihr sekundenlang zitternd in den Weg und zeigt damit höchste Erregung.

Die wenigsten Aquarianer wurden bisher Zeuge einer Guppy-Paarung. Zu selten führt die Akrobatik der Guppys, die ursprünglich aus Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika stammen, bei den etwas unterkühlten Weibchen zum Erfolg. Aber allein die Balz ist mehr als filmreif – und weckt bei so manchem Augenzeugen sicher Mitgefühl …

 
„Zähnefletschen“, Knurrlaute & Liebesnester

„Bunte Kampffische“ machen bei der Balz ihrem Namen alle Ehre: Die Weibchen, aggressiver und größer als die Männchen, drohen ihrem Verfolger mit weit aufgerissenen Mäulern. Davon unbeeindruckt, setzt dieser seine Werbung fort: In leuchtenden Farben spreizt er die Flossen, weit davon entfernt, einfach aufzugeben.

Auch bei „Knurrenden Guramis“ ist der Name Programm: Durch das Vibrieren seines Brustflossenmuskels erzeugt der Möchte-Gern-Liebhaber ein Knurrgeräusch, das sogar außerhalb der Aquarienscheiben zu hören ist!

Auch andere Fischarten setzen auf spannende Balzstrategien. Biologe Vierke: „So bauen zum Beispiel Fadenfische kleine Nester für ihre Angebeteten. Die Männchen der Kleinen Nanderbarsche (Badis corycaeus) locken ihre Weibchen zum Liebesspiel in leer stehende Schneckenhäuser.“

Wie spannend das Hobby Aquaristik ist, können Sie in Ihrem ZOO & Co. Fachmarkt live erleben. Wir freuen uns auf Sie!
 
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